Verkehrswende in (Münster)
– nur mit der S-Bahn-Münsterland? •

Freitag, 13 Dezember 2019 • 19.30 Uhr • im Lesesaal der Stadtbücherei Münster • Alter Steinweg 11 • 48143 Münster •

Diskussion mit

Prof. Dr. Heiner Monheim, Verkehrswissenschaftler, Trier • Regionale S-Bahnen in Deutschland – Beispiele für Münster? •

Uwe Schade, Geschäftsführer Regio-Verbund GmbH, Freiburg • Breisgau S-Bahn – ein Modell für Münster? •

Statement: Joachim Brendel, Geschäftsbereichsleiter Industrie und Verkehr der IHK Nordwestfalen, Münster •

Begrüßung und Einführung: Georg Hundt, debatte e. V. Münster •

Moderation: Wilhelm Breitenbach, Debatte e.V •

Der Eintritt ist frei, Voranmeldungen werden schon entgegen genommen,  Sitzplatzreservierung wird empfohlen: info@debatte-muenster.de

Täglich pendeln über 100.000 Menschen – vor allem als Berufspendler – nach Münster. Der Anteil der Einpendler an den Erwerbstätigen liegt damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes bei 45 Prozent. Zusammen mit den Auspendlern, täglich knapp 45.000, sind so jeden Werktag etwa 150.000 Menschen nach Münster hinein bzw. aus Münster heraus unterwegs – etwa 80 Prozent von ihnen mit dem Auto.

Münster ist damit bezogen auf die Einwohnerzahl so etwas wie die „Pendlerhauptstadt“ Deutschlands. Das hat nicht nur während des Berufsverkehrs erhebliche negative Folgen für Luftqualität und Lärmbelastung, für Verkehrssicherheit und für die Dominanz des Autos im öffentlichen Raum.

Pendler-Mobilität (Georg Hundt)

Ohne eine massive Entwicklung der öffentlichen Verkehre des Umweltverbundes und ohne Alternativen zum motorisierten Individualverkehr ist keine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in Münster erreichbar, bleibt die „autofreie Innenstadt“ unerfüllte Vision.

Es ist an der Zeit, nach den vielen politischen Absichtserklärungen mit dem konkreten Planungsprozess zu beginnen. Ein wichtiges Element der Verkehrswende in Münster und in der Region ist die Weiterentwicklung des regionalen Schienenverkehrs, eine „S-Bahn-Münsterland“.

Mit unserer Veranstaltung am 13. Dezember 2019 um 19.30 Uhr im Lesesaal der Stadtbücherei will debatte e.V. den „Stein des Anstoßes“ ins Rollen bringen.

Referenten:

Präsentation von Uwe Schade

Uwe Schade:  Dipl. Bauingenieur TU, einer von zwei Geschäftsführern der Regio-Verbund GmbH (RVG) des Zweckverbands Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Zentrales Geschäftsfeld der RVG ist das „Zukunftsprojekt Breisgau-S-Bahn 2020“.  Siehe auch: https://www.zrf.de
und https://www.badische-zeitung.de

 

 

 

Präsentation von Prof. Heiner Monheim

Prof. Heiner Monheim (geb. 1946),    raumkom Institut für Raumentwicklung und Kommunikation, monheim@raumkom.de
Stationen und Themenschwerpunkte:
1966-1972 Studium
Stadt- und Verkehrsplanung, Geographie und Soziologie in Bonn und München.
1968-1971 freiberufliche Arbeit für die Stadt München, u.a. für die S-Bahn-Planung.
1972-1985 Referatsleiter Infrastruktur der Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung, Bonn des Bundesministeriums für Raumordnung und Bauwesen. Dort Betreuung von Studien über die regionalwirtschaftlichen Folgen von Bahnstilllegungen und Alternativplanungen für die Neubaustrecke Würzburg-Hannover.
1985 – 1995 Referatsleiter Grundsatzfragen der Verkehrsentwicklung und Verkehrsberuhigung und Stadtverkehr im Landesministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, NRW, Dort u.a. beteiligt an diversen Streckenreaktivierungen in Ostwestfalen sowie innovativen Stadtbuskonzepten in Ostwestfalen und im Rheinland und an zahlreichen Radverkehrsprojekten Bike & Ride, Radstationen. Gründungsvater der AGfS (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, NRW), Betreuer zahlreicher Verkehrsberuhigungsprojekte im ganzen Land, Betreuer diverser Nahverkehrspläne und Straßenbahnprojekte in NRW.
1995-2011 Professor für Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Dort in Lehre und Forschung konzentriert auf Fragen des ÖPNV, der Flächenbahn, der Fahrradförderung und des Umweltverbundes.
2007 ff Mitinhaber des raumkom Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation Trier. Mit raumkom zahlreiche Projekte zum ÖPNV in der Fläche, zu neuen Stadtbusprojekten, zu Bahnreaktivierungen und innovativen Stadt-Umland-Bahnen sowie demographischem Wandel und ländlichen Regionen.
Mitbegründer von VCD, ADFC, Bürgerbahn statt Börsenbahn und Forum Mensch und Verkehr.
Gesprächspartner für zahlreichen Fernseh- und Rundfunksendungen zur Verkehrswende.
Mitglied in  verschiedenen Beiräten, u.a. Mobiles Bade-Württemberg der Landesstiftung Baden-Württemberg, Verkehrswende der Hans- Böckler-Stiftung
Homepage: www.heinermonheim.de mit Details zu Publikationen, Arbeitsschwerpunkten, Filmauszügen, Zitaten, Kooperationen etc.

Pressestimmen:

Planmäßige Ankunft 2030 – Eine S-Bahn für das Münsterland

Bus und Bahn attraktiver machen – das ist das Ziel des Projekts „S-Bahn Münsterland“. Am Montag stellten die hiesigen Landräte und Münsters Oberbürgermeister das Konzept vor. Kernpunkt ist eine deutliche Ausweitung des Angebots. Aber das ist längst nicht alles. Von Gunnar A. Pier

Mehr hier: https://www.wn.de/Startseite/Startseite-Schattenressort/4053335-Planmaessige-Ankunft-2030-Eine-S-Bahn-fuer-das-Muensterland

Was die „S-Bahn Münsterland“ für den Kreis Warendorf bedeutet – Alle 20 Minuten nach Münster

Mit Volldampf voranbringen will der Kreis Warendorf das geplante S-Bahn-Netz im Münsterland. „Für den Kreis Warendorf sind zwei Punkte wichtig“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke im Kreisausschuss: die Reaktivierung der WLE und Verbesserungen auf der Strecke von Münster über Warendorf nach Rheda-Wiedenbrück. Von Beate Kopmann

Mehr hier: https://www.wn.de/Muenster/Muenster/4057466-Was-die-S-Bahn-Muensterland-fuer-den-Kreis-Warendorf-bedeutet-Alle-20-Minuten-nach-Muenster

Verkehrswende – Stadt möchte computergesteuertes System für kleine Rufbusse testen

Münster – Per App einen Kleinbus ansteuern und damit zum nächsten Stadtteilbahnhof fahren. Ein solches System, das es in Hamburg bereits gibt, will die Stadt Münster ab Ende 2020 in Hiltrup testen. Am 11. Dezember fällt dazu eine Ratsentscheidung. Von Klaus Baumeister

Mehr dazu hier: https://www.wn.de/Startseite/Startseite-Schattenressort/4056417-Verkehrswende-Stadt-moechte-computergesteuertes-System-fuer-kleine-Rufbusse-testen

Verkehrs-Experten diskutieren in der Stadtbücherei
„Ohne die Schiene droht der Kollaps“

Münster – Braucht das Münsterland eine S-Bahn? Ja, betonten jetzt die Teilnehmer einer Fachdiskussion in der Stadtbücherei. Allerdings müssten die Voraussetzungen stimmen. Von Klaus Baumeister

Mehr unter https://www.wn.de/Startseite/Startseite-Schattenressort/4067775-Verkehrs-Experten-diskutieren-in-der-Stadtbuecherei-Ohne-die-Schiene-droht-der-Kollaps

Operation am offenen Herzen

Das Münsterland plant vollmundig die Verkehrswende. Endlich hat man sich zusammengefunden, um dem jeden Tag aufs Neue drohenden Verkehrsinfarkt zu begegnen. Der Verein Debatte-Münster diskutierte am vergangenen Freitag dazu mit Fachleuten. Von Jörg Bockow

Mehr unter https://m2.stadt40.de/a/1378/operation-am-offenen-herzen

Freitag, 13. Dezember 2019 – Verkehrswende in (Münster) – nur mit der S-Bahn-Münsterland?

Ein Gedanke zu „Freitag, 13. Dezember 2019 – Verkehrswende in (Münster) – nur mit der S-Bahn-Münsterland?

  • Dezember 22, 2019 um 14:25
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Bode,
    die Frage ist einfach, wie man was erreicht. Zusammen mit Herrn Lewe und Herrn Denstorf war ich im Rahmen der Stadtspaziergänge unterwegs im Mauritzviertel. An der Warendorfer Strasse kamen wir ins Gespräch über die Bahn, die dort die Warendorfer Strasse überquert und weiter nach Warendorf fährt. Wenn sie z. B. dort auch halten würde, wäre sie attraktiver. Passiert ist in dieser Richtung nichts. Stattdessen soll die Straßenführung ausgebaut werden.
    Die Bahnstrecke Richtung Lünen müßte zweigleisig werden. Passiert ist bisher nichts. Jetzt soll auch noch in gleicher Richtung die A1 dreispurig ausgebaut werden. Insbesondere die CDU ist der große Bremser für eine Verkehrswende.
    Somit wäre es sinnvoll, CDU-Stadt- und gleichzeitig CDU-Landes- und Bundes-Politiker mit dem Anliegen für eine Bevorzugung der Bahn zulasten der Strasse zu konfrontieren. Ob diese sich aber einer Diskussion stellen würden?
    Danke für Ihr Engagement.
    Jürgen Kemper

    Antworten

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