Donnerstag, 5. Nov. 2026, 19 Uhr, Schlosstheater, Melchersstraße 81, Münster-Kreuzviertel.
Filmvorführung und anschließende Diskussion mit
Jens Meurer, der als Regisseur das Leben und Wirken Wolf Biermanns eindrucksvoll auf die Leinwand gebannt hat,
Manfred Kehr, in dessen Programm Farbfilm – 7 Brücken – Gänselieschen. Die DDR und ihre Lieder Wolf Biermann eine zentrale Rolle spielt,
Jörg Adler hat in Leipzig bis zur Wende nicht nur die Stasi hautnah erlebt hat.
Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so eng verbunden wie mit Wolf Biermann.
Der legendäre Liedermacher Wolf Biermann hat schon immer polarisiert – bis heute. Seit über 60 Jahren sorgt die poetische Kraft seiner Texte für kleine und große politische Beben. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich dieser Jahrhundertpersönlichkeit filmisch zu nähern. Einem Mann, der die Dialektik lebt und lebendig macht, weil er sie auf seine verschmitzte Art sehr ernst nimmt. Er erklärt die Welt, indem er sie unablässig in Frage und gerne auf den Kopf stellt. Und bewahrt dabei Haltung.
Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei der Begegnung mit jungen Künstler.innen, Politiker.innen sowie seiner Familie und verwebt dieses Material mit ikonischen, teils unveröffentlichten Archivaufnahmen. So entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop eines Lebens, eine einzigartige Biografie eines einzigartigen Menschen.
Filmisches Portrait
BIERMANN ist ein Dokumentarfilm des Europäischen Filmpreis- und Golden Globe-Gewinners Jens Meurer (AN IMPOSSIBLE PROJECT, SEASIDE SPECIAL) über das Leben und Werk des Dichters und Liedermachers Wolf Biermann. Der mit dem Gilde Filmpreis als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnete Film erzählt Biermanns Biografie als unmittelbaren und hautnahen Rückblick und verbindet persönliche Erinnerungen mit politischer Zeitgeschichte. Im Zentrum stehen Biermanns Herkunft, seine Hinwendung zur Musik, sein Wirken in der DDR, das Kölner Konzert von 1976 und dessen Folgen sowie sein künstlerisches Arbeiten bis in die Gegenwart. Seine Festivalpremieren feiert BIERMANN auf dem FilmFest Hamburg, dem Cologne Film Festival und der Viennale in Wien.
Der Film nähert sich seinem Protagonisten über Musik, Sprache und historische Materialien. Archivaufnahmen, Zeitdokumente sowie Ausschnitte aus dem Kölner Konzert von 1976 und dem Konzert im November 2025 bilden das Rückgrat der Erzählung und machen deutlich, wie eng Biermanns Werk mit den politischen Umbrüchen Deutschlands verbunden ist.
Produziert wurde BIERMANN von Instant Film mit Zeitsprung Pictures, Clouds Hill, zero fiction film in Koproduktion mit dem WDR, NDR und MDR. BIERMANN wurde gefördert mit Mitteln von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Medienboard Berlin-Brandenburg und DFFF.
Teilnahme
Kinokarten buchen: https://www.cineplex.de/muenster/film/biermann-9FE31000012FWBXJYB
